Google Analytics richtig einrichten

Google Analytics ist ständig "in Bewegung". Zahlreiche Innovationen gehen im Laufe eines Jahres online. Diese Innovationszyklen überfordern viele Website-Betreiber.

Allein schon der Start mit Google Analytics und die Verknüpfung mit der eigenen Website wirft bei Webmastern, Marketing-Verantwortlichen und Unternehmern viele Fragen auf. Dieser Artikel soll deshalb dabei helfen, mit dem nötigen Überblick Google Analytics richtig einzurichten.
 

Google Analytics richtig einrichten
Bildquelle: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
 

Google Analytics ist ohne Zweifel das mächtigste, kostenfrei nutzbare Webanalyse-Tool für Websites und Apps ... zumindest so lange, bis man nicht mehr als 10 Mio. Hits pro Monat pro Property (Seitenabrufe, Events und Transaktionen) damit auswerten möchte.

Wer mehr Traffic auf seiner Website hat, muss/sollte zum kostenpflichtigen großen Bruder Google Analytics 360 wechseln oder auf ein alternatives System umsteigen. Adobe Analytics kann eine solche Alternative für die Webanalyse großer Websites sein.

Seit geraumer Zeit baut Google seine Analytics-Software mit großen Schritten zu einem vollwertigen Analyse-Tool für das Onlinemarketing von Unternehmen aus. An der Benutzeroberfläche, den Berichten und der Tracking-Basis wird unentwegt gearbeitet. Wir zeigen Ihnen, wie man Google Analytics richtig einrichtet!
 

Sie finden in diesem umfangreichen Fachartikel Informationen zu:


Google Analytics Tracking-Code erstellen

Schon bei der Verknüpfung ihrer Website mit Google Analytics machen viele Nutzer erste Fehler. Zuerst sollten Sie sich die aktuelle Version des Analytics Tracking Codes aus Google Analytics ziehen. Hier finden Sie diesen Code:

Einloggen > Website auswählen > Verwaltung > PROPERTY Tracking-Informationen > Tracking-Code ... und so sieht er aus:
 

Google Universal Analytics Code ohne IP-Anonymisierung
Abbildung 1

 


In dieser Form sollten Sie den Tracking-Code aber keinesfalls in Ihren Website-Quelltext einbinden! Um dem deutschen Datenschutz Rechnung zu tragen, müssen Sie auf jeden Fall die Anonymisierung der IP-Adresserfassung aktivieren - und das geht nur durch die manuelle Ergänzung dieses Code-Snippets um eine weitere Zeile:
 

Google Universal Analytics Code mit IP-Anonymisierung
Abbildung 2

 


Bei dieser Gelegenheit kann man auch gleich noch eine Zeile für die Aktivierung der Display-Features einbinden.

Durch diese zusätzlich eingefügte Zeile erhalten Sie später in Google Analytics demografische Daten Ihrer Website-Besucher, also Angaben zu Alter und Geschlecht. Es werden überdies die Interessen und Kaufaffinitäten der Website-Besucher in Google-Analytics-Berichten aufgezeigt und das Erstellen von Retargeting-Listen ermöglicht ... siehe Abbildung 4: ga('require', 'displayfeatures');

 

 

Datenschutz-gerechter Einsatz von Google Analytics

Neben der Anonymisierung der IP-Adresserfassung gehören noch ein paar weitere Dinge zur Datenschutz-gerechten Nutzung der Analytics-Software von Google.

So sollten Sie eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google schließen - dies wird online im Analytics-Tool auf elektronischem Wege angeboten (siehe weiter unten). Es ist allerdings umstritten, ob diese elektronische Form ausreicht. Deshalb raten wir stets dazu, den Vertrag schriftlich mit Google abzuschließen. Das dafür nötige Dokument gibt es hier als PDF zum Download. Die Seite 1 des PDF-Dokuments erläutert das Prozedere!

Ihre Website braucht nun auch eine Datenschutzerklärung - am besten als eigenständige Seite, irgendwo nahe beim Impressum. Da nur selten ein Hausjustiziar im Unternehmen greifbar ist und viele den Gang zum Rechtsanwalt zur Erstellung einer individuellen Datenschutzerklärung scheuen, rate ich zur Verwendung des Datenschutz-Generators von RA Schwenke. Dieses Tool steht online zur Verfügung und kann - gegen Quellenangabe - kostenfrei genutzt werden. Auch der Kontakt zu Unternehmen wie der Website-Check GmbH sind empfehlenswert. Diese Dienste sind zwar kostenpflichtig. Der Service ist aber preiswerter als der Gang zum Anwalt und garantiert Rechtssicherheit.

Über die Datenschutzerklärung müssen Sie Nutzern auch die Möglichkeit geben, sich selbst vom Tracking durch Google Analytics auszuschließen - Opt-Out nennt man das.

Über die Einbindung eines kurzen Scripts im Quelltext der Website wird sichergestellt, dass jeder User, der nicht getrackt werden möchte, auch "draußen bleibt". So sieht dieses Code Snippet aus:
 

Google Analytics Opt-Out über Quelltext ermöglichen
Abbildung 3

 

Einbindung des Analytics-Codes auf der Website

Nun können Sie oder Ihr Webmaster den erweiterten Google Analytics HTML-Code in den Quelltext aller Frontend-Seiten Ihrer Website einbinden.

Wer ein Content-Management-System (CMS) wie Typo3, Joomla, Redaxo oder WordPress nutzt, muss das Snippet also in die Frontend-Templates einbinden. Für viele dieser CMS stehen zudem Plug-Ins (Extensions) für die Analytics-Einbindung im Web bereit.

Wichtig ist die Position des Analytics-Snippets: Der Tracking-Code gehört in den Kopfbereich <head>, und zwar idealerweise direkt vor das schließende </head>-Tag.
 

Google Universal Analytics Code Snippet im Quelltext <head> vor schließendem </head>-Tag
Abbildung 4

 

 

 

Google Analytics mit dem Google Tag Manager einbinden

Das Einbinden von Tracking-Codes in Websites wird deutlich leichter, wenn Sie es schaffen, für all dies den Google Tag Manager oder ein anderes Tagmanager-System zu nutzen.

Die Verwendung von Tag Managern hat durchaus Vorteile. Der Webmaster (resp. die IT-Abteilung) muss nur einmal in den Quellcode der Website eingreifen - beim Implementieren des "Tag Manager"-Containers. Die vielen Code-Snippets, die künftig für das Marketing benötigt werden - Google Analytics inklusive, werden später im Tag Manager eingebunden und gepflegt.
 

Google Tag Manager


Zu den Nachteilen des Google Tag Managers gehört (derzeit noch) die Tatsache, dass er weiterhin "zu technisch" ist. Kleine Unternehmen und ihre Webmaster bzw. Webagenturen kommen mit ihm nicht zurecht, gerade bei komplexeren Tracking-Wünschen. Hinzu kommen Bedenken von IT-Abteilungen, die den Kontrollverlust über Script-Einbindungen via Tag Manager gar nicht mögen.

Sie wollen mehr erfahren? Meine Kollegen von den Netzstrategen haben hierzu einen sehr guten Grundlagen-Artikel geschrieben (auch wenn im Artikel nicht mehr alle Begriffe und Screenshots aktuell sind).
 

Aufbau Google Analytics & Verwaltungsebene

Ist die Implementierung des Tracking-Codes gelungen, dann wird schon am nächsten Tag auf der Zielgruppenübersicht in Google Analytics zum ersten Mal die Besucherkurve ausschlagen:
 

Google Analytics Tracking startet
Abbildung 5

 


Nun muss das Google Analytics Konto vollständig konfiguriert werden. Drei Ebenen gibt es in einem Analytics-Account - Sie erreichen diese Ebenen über den "Verwaltung"-Button am oberen Bildschirmrand. Achtung: Im Laufe der Monate November 2016 bis Februar 2017 wird diese Navigationsebene in allen Analytics-Accounts an den linken Bildschirmrand verlegt:
 

Über Verwaltung in die Grundeinstellungen von Google Analytics
Abbildung 6

 


Die folgende Grafik zeigt, wie ein Google Analytics Account aufgebaut ist und was die Google-Analytics-Macher mit Begriffen wie KONTO, PROPERTY und (DATEN)ANSICHT meinen:

Die Struktur von Google Universal Analytics Konten


In einem solchen Analytics Account können bis zu 100 Analytics-Konten eingebunden sein. Jedes Konto kann 50 Propertys (Websites und Apps) enthalten.

Zu jeder Property können bis zu 25 Datenansichten (Views) angelegt werden, denen jeweils maximal 20 Ziele (Zielvorhaben - Conversion-Arten) zugeordnet werden können. Limits, die von den allermeisten Analytics-Nutzern nie erreicht werden.

 

 

Einstellungen im Google Analytics Bereich KONTO

Im Bereich KONTO gibt es vier Administrationsbereiche. Unter Kontoeinstellungen können Sie dem jeweiligen Analytics-Konto einen für jedermann in Ihrem Unternehmen leicht verständlichen Namen geben.

Außerdem regeln Sie hier Datenfreigabeeinstellungen. Einige Häkchen müssen Sie hier setzen, wenn Sie alle Berichte in Google Analytics nutzen möchten.

Das Häkchen "Produkte und Dienste von Google" sorgt für Datenaustausch mit Google AdWords und der Search Console (ehemals Google Webmastertools). Dieser Datenaustausch ist sinnvoll, weshalb man ihm zustimmen sollte.
 

Datenfreigabe für Datenaustausch zwischen Google Analytics, AdWords, Search Console ...
Abbildung 7

 

Das Häkchen "Benchmarking" aktiviert den Benchmarking-Bericht unter Zielgruppe. Ein spannender Bericht, der die Performance Ihrer Website mit der von vergleichbar großen Unternehmen gleicher Branche und Zielmarkt-Ausrichtung vergleicht.

Datenfreigabe für Nutzung des Benchmarking-Service
Abbildung 8

 

Das Häkchen "Technischer Support" ist unumgänglich, wenn Sie über den Google Telefon-Support auch Unterstützung zu Google Analytics einholen möchten. Die beiden Häkchen im vierten Punkt "Account Specialists" sind hierfür nicht zwingend vonnöten.

Datenfreigabe für den technischen Support, z.B. im Rahmen der AdWords-Hilfe-Hotline
Abbildung 9

 

Der "Zusatz zur Datenvereinbarung" ist ein wichtiges Element zur datenschutzkonformen Nutzung von Google Analytics. Mit dieser Zustimmung kommt eine elektronisch geschlossene Vereinbarung zur Datenverarbeitung zwischen Ihnen und Google zustande. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind komplex. Eine schriftliche Vereinbarung ist trotz dieses Häkchens ratsam.

Zusatz zur Datenverarbeitung durch Google Analytics
Abbildung 10

 

Mehr Infos zur datenschutz-konformen Verwendung der Google Webanalyse-Software finden sich in diesem Blogbeitrag von datenschutzbeauftragter-info (inklusive einer lebhaften Diskussion rund um diese schwierige Thematik).
 

Die Nutzerverwaltung von Google Analytics ist sehr komfortabel. Sie können Menschen mit einem Google-Konto auf jeder Ebene von Google Analytics Zugriff gewähren - entweder auf das gesamte Konto Ihres Unternehmens oder nur auf eine Property (Website oder App) bzw. eine einzelne Datenansicht einer Property eines Analytics Kontos.

Dabei können Sie auch noch zwischen vier verschieden starken Berechtigungen unterscheiden: Lesen und Analysieren, Zusammenarbeiten, Bearbeiten und Nutzer verwalten.

Die Nutzerverwaltung - nicht nur auf Konto-Ebene, auch auf Property- und Datenansicht-Ebene
Abbildung 11

 

Im Änderungsverlauf kann man genau erkennen, wer welche Änderungen im Google Analytics Konto vorgenommen hat. Im Falle eines Falles sehr nützlich!

Änderungsverlauf in Google Analytics
Abbildung 12

 

Über Filter lesen Sie in diesem Artikel weiter unten mehr Details. Alle Filter, die in einem Konto gesetzt wurden, sind über den so benannten Punkt der Konto-Einstellungen einsehbar.

Im Papierkorb wird alles abgelegt, was Sie im Konto löschen, z.B. alte Propertys und Datenansichten.

 

 

Einstellungen im Google Analytics Bereich PROPERTY

Unter "Property-Einstellungen" sind nach dem Property-Name die Auswahl der Standard-Datenansicht und die Auswahl der zur Website passenden Branche als erstes zu hinterlegen. Die Standard-URL schließt den einfachen Teil ab.

Die "Erweiterte Einstellungen" zum Überschreiben der automatischen Tag-Kennzeichnung (GCLID-Werte) durch manuelle Tag-Kennzeichnung wird von den meisten Analytics-/AdWords-Nutzern nicht benötigt!

Wer wissen möchte, wie nah oder fern er mit seiner Property vom 10-Millionen-Hits-Limit der kostenfreien Google-Analytics-Nutzung entfernt ist, der schaue an dieser Stelle auf das Property-Treffervolumen. Hier ist die Treffer-Menge für die letzten 30 Tage das entscheidende Kriterium.

Im folgenden sollten Sie die Werbefunktionen "Berichte zur Leistung nach demografischen Merkmalen und Interessen aktivieren" - vor allem dann, wenn Sie im B2C-Bereich unterwegs sind.

Aktivierung Berichte zur Leistung nach demografischen Merkmalen und Interessen in Google Analytics
Abbildung 13

Das Wissen über die Alters- und Geschlechtsstruktur der Website-Besucher ist ohne Zweifel für die redaktionelle Ausgestaltung Ihrer Website von großem Vorteil. Deshalb unser Rat zur Aktivierung dieses Features!
 

Die In-Page-Analyse in Google Analytics funktioniert schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Selbst wer die erweiterte Linkattribution verwendet, konnte daran nichts ändern. Im Laufe der Monate November 2016 bis Februar 2017 wird die In-Page-Analyse aus allen Analytics-Accounts entfernt.


Die "Property-Einstellungen" schließt man mit der Verknüpfung von Google Analytics und der Search Console (ehemals Google Webmastertools) ab.

Diese Verknüpfung ist notwendig, da andernfalls die Berichte unter Akquisition > Search Console leer bleiben.

Doch genau auf diese Daten sind wir "scharf", denn hier zeigt uns Google die tatsächlichen Suchanfragen, bei denen Google unsere Website als Suchergebnis angezeigt hat, auf welcher durchschnittlichen Position in der Suchergebnisseite dies geschah und wie oft unser Suchergebnis angeklickt wurde. Die hier sichtbaren Daten sind nicht vollständig. Der prozentuale Anteil der nicht dargestellten Daten zum Gesamtdatenbestand ist in der Zeile (not set) zusammengefasst.

Die Verknüpfung von Analytics mit der Search Console wird über den Button "Search Concole anpassen" gestartet. Der nachfolgende Dialog ist leicht verständlich:

Google Search Console mit Google Universal Analytics verbinden
Abbildung 14

 

Direkt unter der Nutzerverwaltung für die PROPERTY-Ebene finden Sie alle Informationen zum Tracking, so zum Beispiel den oben bereits mehrfach erwähnten Tracking-Code zur Einbindung in die Website.

Unbedingt konfigurieren sollten Sie hier den Punkt Datenerfassung und die Verweis-Ausschlussliste.

Unter Datenerfassung aktivieren wir das Remarketing im Display- und Suchnetzwerk von Google AdWords in Verbindung mit Retargeting-Listen, die auf Google Analytics Daten basieren. Dies macht im fortgeschrittenen Werben mit Google AdWords sehr viel Sinn, weshalb ich zur Aktivierung rate.

Gleiches gilt auch für die Funktionen für Werbeberichte. Denken Sie aber daran, dass bei Aktivierung und Nutzung dieser Werbewege die Datenschutzerklärung auf Ihrer Website um Hinweise auf die Verwendung solcher Dienste erweitert werden muss!
 

Remarketing und Funktionen für Werbeberichte in Google Analytics aktivieren
Abbildung 15

 

In die Verweis-Ausschlussliste tragen Sie nun bitte den eigenen Domainnamen ein, um sicher zu gehen, dass - aus welchen technischen Gründen auch immer - Ihre eigene Domain niemals als Traffic-Quelle im Bericht Akquisition > Alle Zugriffe > Quelle/Medium bzw. Akquisition > Alle Zugriffe > Verweise ausgegeben werden kann.

Eigene Domain als Verweis in Verweise-Berichten von Google Universal Analytics ausschließen
Abbildung 16

 

Arbeiten Sie mit Bezahldiensten wie PayPal zusammen, um online Zahlungen Ihrer Kunden entgegenzunehmen, dann muss sehr oft auch die Domain des Zahlungsdienstleisters in die Verweisausschluss-Liste aufgenommen werden. Nur dann kann Google Analytics Conversions und eCommerce-Umsätze sauber deren ursprünglicher Quelle zuordnen.

Unter "Verknüpfungen mit Produkten" verbinden Sie Ihr Google AdWords Konto (und ggfls. Ihr Google AdSense Konto) mit Google Analytics. Diese Verknüpfung ist wichtig, damit Sie unter Akquisition > AdWords (und ggfls. Verhalten > Publisher) wichtige Berichte zur Leistung dieser beiden Google Tools in Google Analytics einsehen können.
 

Google Analytics mit Google AdWords verknüpfen
Abbildung 17

 

Ist dies gelungen, dann sollten bei Klick auf den Menüpunkt "Alle Produkte" nun zwei bzw. drei "Verknüpfte Produkte" mit einem grünen Häkchen als erfolgreich mit Google Analytics verbunden angezeigt werden. GRATULATION ;-)

 

 

Einstellungen im Google Analytics Bereich DATENANSICHT

Wichtiges Vorwort: Um Google Analytics sinnvoll nutzen zu können, müssen auf Datenansicht-Ebene verschiedene Einstellungen und Filter gesetzt werden. Einige der nötigen Filter lassen Daten unwiderbringlich verschwinden. Deshalb sollten die ROHDATEN stets in einer ungefilterten Datenansicht gesammelt und unangetastet bleiben - diese Rohdaten-Ansicht ist also Ihre Fallback-Lösung!

In einer zweiten Datenansicht arbeiten Sie produktiv. Diese legen Sie über den Link "Neue Datenansicht erstellen" im Drop-Down-Menü des Datenansicht-Bereiches an:

Neue Datenansicht in Google Analytics anlegen
Abbildung 18

 

In der neu erstellten Datenansicht sind zuerst unter "Einstellungen der Datenansicht" ein sinnvoller Name für die neue Datenansicht sowie die URL der damit untersuchten Website zu hinterlegen. Überdies sollte hier das korrekte Land mit passender Zeitzone gewählt werden.

Das Feld "Standardseite" können Sie leer lassen. Stellen Sie jedoch bei einem Check fest, dass die Startseite Ihrer Website sowohl unter www.meine-website.de als auch unter www.meine-website.de/index.html aufgerufen werden kann, dann sollten Sie ins Feld "Standardseite" den Vermerk "index.html" eintragen. So wird diese Seite immer nur unter einem Eintrag in den Analytics-Berichten angezeigt.
 

Doppeltes Tracking der Startseite in Google Analytics verhindern
Abbildung 19

 

Den Punkt URL-Suchparameter ausschließen können Sie im Moment übergehen.

Wählen Sie als nächstes die Währung aus, in der Geldbeträge in dieser Google Analytics Datenansicht ausgegeben werden sollen.

Klicken Sie zudem unter "Bots herausfiltern" den Hinweis "Alle Treffer von bekannten Bots und Spidern ausschließen" an.

Haben Sie auf PROPERTY-Ebene Google AdWords mit Google Analytics verknüpft, dann schauen Sie hier außerdem nach, ob das mit dieser Datenansicht verknüpfte AdWords-Konto korrekt ist.
 

Bekannte Bots und Spider aus Google Analytics herausfiltern
Abbildung 20

 

Der letzte Punkt sind hier die Site Search-Einstellungen. Mit der Aktivierung des Site Search-Trackings können Sie in Google Analytics einen Bericht einsehen, der eine Statistik zur Nutzung der Suchfunktion auf Ihrer Website ausgibt.

Wie genau dies funktioniert, erläutert mein Blogbeitrag zur Einrichtung der Website-Suche-Berichte in Google Analytics.
 

Analytics Einstellung, um Website-Suche mit Google Analytics auswerten zu können
Abbildung 21

 

Direkt unter den Einstellungen der Datenansicht und der Nutzerverwaltung speziell für diese Datenansicht, geht es um das Einrichten von Zielvorhaben.

Dies ist ungemein wichtig, um mit Google Analytics messen zu können, wie gut Sie mit Ihrer Website die für sie definierten Ziele erreichen können.

Ein Webshop hat zum Ziel, Verkäufe zu generieren - so definieren wir hier Kaufabschlüsse als Zielvorhaben. Die Website eines Dienstleisters hat oft zum Ziel, Neukunden-Kontakte (Leads) über ein Kontaktformular zu generieren - so definieren wir hier das erfolgreiche Absenden des Kontaktformulars als Zielvorhaben. Eine Online-Community setzt auf Registrierungen - so definieren wir hier die erfolgreiche Anmeldung eines neuen Users als das Zielvorhaben für die Website!

In diesem schönen YouTube-Video erklärt mein Kollegen Carlo Siebert, wie man Zielvorhaben in Analytics einrichtet und konfiguriert:

Am Ende werden die eingerichteten Zielvorhaben so in der Übersicht dargestellt:

Zielvorhaben in Google Universal Analytics definieren
Abbildung 22

 

Für Onlineshop-Betreiber bietet Google Analytics zudem das Tracking von E-Commerce an. Eine Beschäftigung mit den E-Commerce-Einstellungen ist Webshop-Betreibern unbedingt anzuraten. Dieser Artikel der Google-Analytics-Hilfe erklärt genau, wie die Einrichtung des Analytics eCommerce-Trackings funktioniert.
 

E-Commerce-Tracking in Google Analytics aktivieren


Wichtige Google Analytics Filter

Nicht jeder Datenpunkt sollte in jeder Datenansicht von Google Analytics sichtbar sein - außer natürlich in der ROHDATEN-Ansicht!

So sollte man per Filter-Regel den Website-Traffic durch die eigenen Mitarbeiter ausschließen. Das ist leider viel leichter gesagt als getan. Der Ausschluss gelingt niemals 100%-ig. Zwei Wege sind einen Versuch wert:

  1. Der Ausschluss über die eigene, eindeutige IP-Adresse des Unternehmens. Problem hier: Viele kleine Unternehmen verfügen nicht über eine ebensolche. Große Unternehmen hingegen schon, doch die für den deutschen Datenschutz nötige IP-Adressanonymisierung torpediert dies teilweise. Auch werden Home-Office-Tage dadurch nicht ausgeschlossen.
     
  2. Der Ausschluss über Cookies, die man auf den Rechnern der Mitarbeiter installiert. Problem hier: Die Geräte-Vielfalt inkl. Smartphones macht die flächendeckende Umsetzung dieser Lösung ebenso schwierig wie moderne Arbeitsmodelle, Stichwort erneut: Home Office.

Mein Kollege Thomas Hutter verfasste über den Ausschluss des eigenen Traffics in Google Analytics einen guten Fachartikel.

Übrigens: Auch Reporting-Fehler, die durch Groß- und Kleinschreibungen in URLs entstehen können, sollte man über Filter ausmerzen.

Mit Filtern geht aber noch mehr. Wir lösen im Bericht Akquisition > Kampagnen > Organische Keywords die mit "not provided" vermerkten, nicht mitgetrackten Keywords-Informationen etwas auf. Hierzu reichern wir über einen Filter diese Infos mit der Zielseite an. So bekommen wir eine Ahnung davon, welches organische Keywords-Set uns über Suchergebnisseiten Traffic auf die Website bringt.
 

not provided Keywords in Google Analytics etwas besser verstehen


Sie möchten wissen, wie man diesen Filter in Google Analytics konfiguriert? Gerne senden wir Ihnen eine Anleitung per E-Mail zu.

 

 

Google Analytics Spam bekämpfen

Filter sind auch der Schlüssel, um Google Analytics SPAM loszuwerden. Seit geraumer Zeit versuchen unlauter agierende Menschen auf ihre ebenso unlauteren Websites aufmerksam zu machen, indem sie sich mit gefakten Einträgen als Traffic-Quelle oder Ereignis in Google Analytics Konten sichtbar machen.

So sieht eine von Spammern "verseuchte" Ansicht des Berichts Akquisition > Alle Zugriffe > Quelle/Medium aus:

Spammige Traffic-Quellen in Google Analytics Berichten
Abbildung 23

 

Die auf diese Weise in den Google-Analytics-Berichten eingehenden Website-Besuche haben zumeist nicht stattgefunden, sie verfälschen die Statistiken und zwar in manchen Fällen bis zur Unbrauchbarkeit!

Google unternimmt zwar einiges gegen Spammer. Ein vollständiges Ausfiltern gelingt aber nicht. In diesem Fachbeitrag meiner Kollegen von luna park kann man mehr über dieses Phänomen erfahren und wie man es bekämpft. Darin liest man, dass zwei Varianten von Google-Analytics-Spam existieren, die sich durchaus in den Griff bekommen lassen:

Ghost-Spam mit einem Hostname-Filter, wie es das luna park Team beschreibt. Für Profis in Sachen Google Analytics bietet sich als "most perfect"-Alternative auch ein Filter über eine benutzerdefinierte Dimension an. Meine Kollegen von rankingCHECK beschreiben in diesem Beitrag, wie man eine solche Lösung mit dem Google Tag Manager umsetzt.

Sogenannter Referrer-Spam lässt sich am schnellsten und einfachsten mit Hilfe von Simo Ahavas "Spam Filter Installer"-Tool beseitigen. Unter www.simoahava.com/spamfilter/ kann man direkt Filter gegen diese Spammer in seinen Analytics-Datenansichten anlegen lassen.

Nochmals zur Erinnerung: Ihre ROHDATEN-Ansicht bleibt filterfrei!
 

Zum guten Schluss

Wer es schafft, sein Google-Analytics-Konto zumindest in all diesen hier beschriebenen Punkten durchkonfiguriert zu bekommen, der darf für den Anfang sehr zufrieden sein. Diese umfassenden Einstellungen sorgen dafür, dass (fast) alle Berichte Daten liefern und viele schon bald folgende Berichte von Beginn an aktiv sein werden.

Wer nun damit beginnen möchte, seine Webanalyse-Aktivitäten genau zu planen, dem empfehle ich den Grundlagen-Artikel meines Kollegen Christian Ebernickel: Webanalyse-Plan zur Optimierung des Online-Marketings. Für diesen Blogbeitrag brauchen Sie aber zwei weitere Tassen Kaffee, um durchzukommen ;-)

Anmerkung: Da sich bei Google Analytics in schnellem Rhythmus Dinge ändern, rate ich Ihnen, mindestens einmal pro Quartal durch die Google Analytics Einstellungen im "Verwaltung"-Bereich zu surfen und ggf. neue Funktionen zu aktivieren.

So bleibt Ihre Webanalyse-Software stets auf dem neuesten Stand.

Übrigens: Wir tun gleiches mit diesem Artikel und aktualisieren ihn mindestens zweimal pro Jahr. Das letzte Update ist vom 28. Oktober 2016.

 

 

Noch mehr Fachwissen vom Online Marketing Profi aus Berlin

Sie wollen weiterlesen? Wir bieten zu vielen wichtigen SEO-, AdWords- und Analytics-Problemen Fachartikel an:

 


 

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